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Ich möchte an erster Stelle aufführen, dass folgende Aussagen nicht für die Allgemeinheit gelten! Es sind bloss persönliche Ansichten von Gegebenheiten und Erlebtem.

Einkaufen
Hmm da koennte man wohl ein Buch schreiben ... Hier gibt es einfach alles im Laden! So ein kleiner Coop mit gerade noch genug Platz für 3 Leute zum durchlaufen gibt es vielleicht im Inneren der USA, jedoch nicht in Suburbia :). Die meisten Läden sind mit Jumbo zu vergleichen (den gibts zwar auch nicht mehr). Viele Amerikaner kaufen in Wholesale Clubs ein. Dies sind riesige Lagerhallen mit Gütern und Esswaren, Kleidern und Wohnungseinrichtungen ... Einfach alles hat es da ... In so einem Wholesale Club bezahlt man eine yearly memberfee und bekommt dann einen Memberrabatt. Speziell ist, dass es da alles in riesigen Packungen gibt, wirklich riesigen und dafür zu sehr guenstigen Preisen!! Zum Beispiel gibt es da 5kg Broccoli Bags, 3kg Würste, 12 grosse Muffins, 3 Wassermelonen in einem Netz und so weiter ... Es ist eine geniale Sache, speziell wenn man hungrige Mäuler zu Hause hat und auch viel viel Platz ...

Zahlungen / Rechnungen
Als wir frisch in die USA kamen und ich das erste Mal Zahlungen zu erledingen hatte, ging ich ganz selbstverständlich zur Post und hielt der Dame am Schalter die Rechnung und Bargeld hin. Darauf schaute sie mich verdutzt an und fragte was ich denn jetzt genau wolle (haha). However, ich fand bald heraus, dass man Rechnungen mit Checks bezahlt und diese im Antwortcouvert zurueckschickt. Ansonsten kann man bei den meisten Firmen per Telefon (automatisiert mittels Tasteneingabe) bezahlen. Was noch erstaunlich ist, dass man hier beim E-Banking nur ein 'normaler' Username und ein Passwort bekommt, also nichts ausgeklügeltes wie in der CH mit Streichliste und Code Maschineli ...

Wein und Booze
Booze (Bier) bekommt man überall im Laden, doch Wein bekommt man in gewissen Staaten (Georgia, Connecticut) nur in Liquor Stores, wo man dann mit den richtigen Alkis einkaufen geht :). Eigentlich komisch, dass es Bier im Laden gibt ... Naja, in diesen Staaten ist es verboten unter der Woche ab 20:30 Alkohol zu verkaufen sowie an Sonntagen! In California hingegen kann man es überall und immer kaufen.

Soo cute - Amerikanisches Parenting
Die Amerikaner erziehen ihre Kider sehr behütend und doch sehr positiv. Zum Beispiel gibt es ja teilweise Raufereien auf dem Spielplatz und da wird in den USA gleich eingeschritten und 'Manners' durchgegeben! Auch werden die Kider generell sehr viel gelobt und gefördert. Hier gehört es zum Standart, dass ein Kind zwischen 3-4 mit der Preschool beginnt was zu vergleichen ist mit dem Kindergarten (doch einfach ca. 3x2 Stunden pro Woche). Es gibt unzählige ganz herzige Namen, die Eltern ihren Kids geben. Hier einige davon: Cutie Pie, Sweetie Pie, Pumpkin, Buddy, Sugar Loaf, Honey ...

Snow Policy / Schneefall an Schultagen
Es scheint dass die Amerikaner ein bisschen übervorsichtig sind (oder einfach nur verwöhnt??). Wenn ein bisschen Schnee fällt, speziell wenn dies über Nacht passiert, sind am Morgen oftmals die Schulstunden um einige Stunden verzögert oder werden ganz abgesagt. Die Schulen geben mittels Radiosender bekannt wieviel Verzögerung es gibt und anhand von den lokalen Schulen richten sich auch die Krabbelstunden im Gymboree zum Beispiel. Dies ist übrigens im Norden sowie im Süden so ... Man könnte ja meinen, dass die Nordländer ein bisschen an Schnee gewöhnt sind ...

Kleider waschen
Nun einmal etwas wirklich geniales, was sich die Schweiz ein dickes Schnittchen abschneiden kann: Hier gibt es keine Waschtage!! Entweder man hat eine Waschmaschine inkl. Tumbler im Apartment oder man hat einige Waschmaschinen und Tumbler gleich auf der anderen Seite des Parkplatzes!! Diese sind mit Quarters (25 Cents) fütterbar. Also keine Streitereien betreffend Waschtag, kein Stress am Waschtag, 24/7 Betrieb ... einfach genial!!! Und geklaut wurde auch noch nie etwas!

Türknauf (USA) versus Türklinke (CH)
Erst mal gehen hier in den USA die Türen auf die andere Seite auf - so wie ich mich erinnere hält man in der CH die Türklinke in der rechten Hand und öffnet auch gegen rechts um aus einem Raum zu gehen). Hier in den USA gibt es aus Prinzip nur Türknaufe und diese öffnen sich mit der linken Hand auf die linke Seite ... Einfach verwirrend wenn man in der Nacht aufstehen muss und dann nicht gleich checkt wie man jetzt diese Türe aufbringt ... Die Türen lassen sich einfach verschliessen entweder mit einem Klink nach rechts oder mit einem kleinen Knopf. Das ist fatal da Kinder ja gerne an den Türen herumspielen ... Zum Glück gibt es auf der Aussenseite ein kleines Loch in das man einen ganz kleinen Schraubenzieher reinstecken kann und die Türe von aussen öffnen kann ... Auf das muss man auch zuerst mal kommen und dann auch gleich so einen kleinen Schraubenzieher zu Hand haben!!

Trinkgeld
In der Schweiz ist es üblich, dass man der Servierpersonal sagt, 'mached Sie doch 25 Franke' um den Betrag aufzurunden. Wenn man dies hier sagt, bekommt man entweder erst mal einen langen Kiefer (what, 25$ for me?) oder das Personal fragt nach was man denn jetzt genau meint. Man gibt hier das Trinkgeld erst nachdem man das Rückgeld bekommen hat.

DMV Department of Motor Vehicle (Anmelden eines Fahrzeuges)
Hmm ... Das ist eine Geschichte für sich. Eigentlich hat jeder Bundesstaat seine eigene Gesetze (sie sind ja nur vereinigt), so kommt es dass man in Georgia mit einem Internationalen Führerausweis und einer Social Security Number gleich eine Autonummer bekommt und dafür in Connecticut sowie auch in California gleich mal eine Fahrprüfung (schriftlich und praktisch) absolvieren muss um eine Nummer zu bekommen! Naja, dies wiederum ist mit vielen Dokumenten verbunden da die Driver's License hier in den USA eine ID Karte ist, was heisst, dass man das Familienbuch (certified translation), Visum, Pass und viele andere Dokumente bereitstellen muss ... Zudem um die Prüfung dann auch zu bestehen gleich besser auch Fahrstunden nimmt :). Dies ist auch so als Amerikaner :).

Geburt, Untersuche beim Gynäkologen, Bestellung des US Passports
Im Gegensatz zu der Schweiz 'verkaufen' sie hier die Dienstleistung und Betreuung während der Schwangerschaft bis und mit der Geburt (inkl. ein Nachuntersuch) in einem 'Packet'. Das heisst inbegriffen sind eine gewisse Anzahl Untersuche mit allen Tests (Ultraschall musste ich noch separat bezahlen, da dies nur ein Spezialist kann, der nur Ultraschall Untersuchungen macht), Geburt und 1 Nachuntersuch. Sobald das Kind da ist muss man sich ja dann auch um die Passdokumente sowie das Birthcertificate kümmern. Den Pass kann man in einem Postoffice 'bestellen' und auch gleich das Foto machen lassen - wer haette das gedacht - ...

Masse / Schreibregeln
Masseinheiten unzurechnen ... da bedarf es einem zahlenfreudigen Geist :). Alle Lebensmittel sind inzwischen in Liter oder Gramm angeschrieben, doch man muss suchen. Es ist wirklich verwirrend .. Rezepte, die in Cups berechnet werden oder Benzinpreise die in Gallons angegeben werden und die Preise in Brüchen angegeben werden oder auch die Temperaturen in Fahrenheit von F nach C zu rechnen habe ich nun, doch umgekehrt herum ... haha). Wenn man also da in einen Laden geht und 1 Meter Stoff will, dann haben die KEINE Ahnung wovon man spricht, vielleicht weiss die Person dass es eine Masseinheit ist, jedoch nicht vieviel in yards :(. Manchmal vergisst man halt einfach zu Hause daran zu denken, dies zuerst umzurechnen ...

Celebrity / News
Wenn man in den USA 'News' im TV schauen will (verglichen mit Tagesschau SF DRS) wird man enttäuscht, denn bei vielen Sendern stehen die lokalen News im Vordergrund, als zweite Priorität kommen die nationalen News, als dritte Priorität gelten die Celebrities (Stars und allgemeiner Klatsch wer mit wem und warum), und am Rande wird vielleicht auf die internationalen News eingegangen. Dies jedoch eher breit als tief (hier sind auch wieder die Anzahl Opfer und der Grad der Verwüstung im Vordergrund anstatt die Hintergründe). Die Tageszeitungen sind jedoch sehr informativ und daher bieten sie einige gute Alternative.

Drugs
In den grösseren Einkaufsläden werden Regalweise Drugs in allen Varianten und Geschmäckern angeboten. Der Vorteil bei der Sache ist, dass man nicht extra in die Apotheke muss und da eine Schlange hinter sich hat die einem zuhört, auch ist es sehr praktisch wenn man alltägliche Medizin (Vics, Aspirin, Wärmepflaster oder Erkältungssachen) braucht. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es auch Gefahren in sich birgt, weil jedermann Zugriff auf alles hat und dies könnte fatale Folgen haben! Ich meine da gibt es Schmerzmittel, Abführmittel, Dietpills, Tabletten gegen Blähungen, Gasbildung und Verstopfung und und und ...

Kinderfreundlichkeit
Die Amerikaner sind sehr kinderfreundlich! Es fängt damit an, dass praktisch alle Restaurants und Fastfood Ketten High Chairs (Kinderstühle) haben, es eine enorme Anzahl von Freizeitparks für diverse Altersstufen (inkl. Erwachsene) gibt, Toys, Kinderkleider und -zubehör sehr günstig sind. Zudem kommt, dass man auf der Strasse und im Grocery Store dauernd Komplimente (für die Kinder) bekommt und einem praktisch immer die Türe aufgehalten wird :). Das sind Sachen die wirklich schön sind und hier könnten sich die trockenen Schweizer doch eine dicke Scheibe abschneiden, nicht?

Beim Arzt
Wenn man zum ersten Mal bei einem Arzt ist, hat man zuerst mal 15 Minuten, um den ganzen Papierkram auszufüllen. Danach wird man untersucht oder der Arzt merkt (nachdem er einem nach dem Problem fragt, das man im Papierkram ausführlich aufgeschrieben hat), dass man bei ihm nicht richtig ist (obwohl man der Telefonistin das Problem ausführlich erklärt hat und diese dann auch versicherte, dass sie das machen). Da man die Rechnung vielleicht bereits via Check bezahlt hat, muss man diesen wieder zurückfordern. Naja, und dann wird man wenn es gut kommt an einen anderen Arzt weitergegeben, dieser natürlich erst einen Termin nächste Woche hat. Dort beginnt dann das ganze Prozedere wieder von vorn ...

Walmart
Walmart ist (gem. Umsatzzahlen 2001 aus dem Fortune Magazin) No. 1 in den '100 biggest enterprises', was nicht erstaunt, denn da gibt es einfach alles und dies zu ansprechenden und 'affordable' Preisen!

Mac Donalds und Fast Food
In der neuen Welt kommt es einem Menschen aus der 'alten' Welt komsich vor, wenn pensionierte Frauen ihren Morgenklatsch in einem Fastfood Restaurant abhalten. Generell ist es in der 'alten' Welt noch sehr unüblich, dass ältere Leute in einen Mac gehen ... Dies scheint hier der Alltag zu sein. Auch wenn 'man' hier mit den Arbeitskollegen über den Mittag in ein Applebee's (Steakhouse) geht, bestellt man sich einen Hamburger mit extra viel Fries :). Dies ist jedoch die Ausnahme, normalerweise geht man hier kurz bei einem Food Court vorbei und holt sich etwas und ist dann in 15 Minuten auch schon wieder 'at work'. Komischerweise gibt es hier auch kein 'bon appetit' oder 'en guete', es wird einfach angefangen zu essen, ohne mit der Wimper zu zwinkern.

Franchising Firmen
Ein Drittel des Einzelhandelsumsatzes der USA wird durch Franchising-Ketten erwirtschaftet! Dies kann man auch erkennen, wenn man durch die USA reist. In jedem Ort sind die selben Ketten vorhanden (Exxon, Sport Authorities, Mac Donalds, Applebee's, SEARS, Circuit City, TGI Fridays, PEP Boys, Office Max, Gymboree, Barnes and Noble, Starbucks ...). Dies ist einerseits genial da man in jedem Ort ausgiebige Warenhäuser besuchen kann, die ein Riesensortiment bereitstellen und andernseits genial, dass man sich sehr schnell zurechtfindet, da man weiss wer was bietet. Der Nachteil ist jedoch, dass der persönliche Kontakt und das heimische etwas verloren gehen. In der Schweiz ist es zwar schön und ein bisschen nostalgisch, solche viele kleine spezialisierte Lädeli zu haben, jedoch sehr anstrengend, wenn man verschiedene Sachen braucht (da braucht man einen halben Tag um von Laden zu Laden zu gehen und das zu finden was man sucht).

Schaut doch mal bei Dodo rein: USA-Reisende berichten über ihren Trip

 

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